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Baghlan - Afghanistan 03/26/2002

Zwei Erdbeben: 1800 Tote, 4000 Verletzte und 20.000 Obdachlose

Die Stadt Nahrin in der Provinz Baghlan (etwa 150 Kilometer von Kabul entfernt) wurde offenbar komplett zerstört. 1800 Tote, 4000 Verletzte und 20.000 Obdachlose ist die vorläufige dramatische Bilanz zweier Erdbeben im Norden Afghanistans. Die Uno versucht, so schnell wie möglich Hilfe in die schwer zugängliche Region zu bringen. 1500 Häuser seien dort eingestürzt, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Berichte aus den umliegenden Dörfern in den schwer zugänglichen Bergen des Hindukusch gibt es noch nicht. Übergangsregierungschef Hamid Karzai sprach nach US-Angaben von 1800 Toten. Die Regierung rechne mit 4000 Verletzten und 20.00 Obdachlosen, berichtete der britische Sender BBC am Dienstag aus Kabul.
Die beiden Beben erreichten am Montag eine Stärke von 6,0 und 5,0 auf der Richterskala. Nach Angaben der US-Erdbeben-Informationsstelle in Denver lagen die Epizentren in nur 33 Kilometern Tiefe nahe beieinander. Zunächst erschütterte am frühen Montagabend das stärkere Beben die Erde. In der Nacht zum Dienstag folgte das zweite Erdbeben. Beide Erschütterungen waren bis Kabul zu spüren, wo es allerdings keine Schäden gab.
Karzai schickte Gesundheitsminister Suhaila Siddik in die Region und verschob eine geplante Reise in die Türkei. Helikopter sollen schnellstmöglich erste Hilfslieferungen ins Erdbebengebiet schaffen. Yusuf Hasan von den Vereinten Nationen in Kabul sagte, es werde schwer sein, rasch Hilfe in die abgelegenen Dörfer zu bringen. Experten der Organisation wollen zunächst möglichst schnell das Ausmaß der Zerstörungen ermitteln. Auch die internationale Schutztruppe Isaf ist zur Hilfe bereit.
Bis Ende vergangenen Jahres war die Provinz Baghlan Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen den Taliban und der Nordallianz.
Vor drei Wochen hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 den Norden Afghanistans erschüttert. Damals waren bis zu 70 Menschen getötet worden. Dieses Beben hatte aber fast 200 Kilometer tief gelegen. Vor vier Jahren waren in den Nachbarprovinzen Tachar und Badachschan bei zwei Erdbeben bis zu 10.000 Menschen ums Leben gekommen.





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